Dienstag, 10. April 2012

Die Deutsche Bank und ihr Inkassounternehmen

Meiner Mandantin wurden von der Deutsche Bank Privat- und Geschäftskunden AG ein Dispositions- und ein Ratenkredit wegen Zahlungsverzuges gekündigt, im Abstand von ca. 3 Monaten. Soweit - so korrekt. Dann wurde das bereits bekannte Inkassounternehmen Konsul Inkasso GmbH, das unter derdelben Adresse firmiert wie die zuständige "Abwicklungsabteilung" der Deutschen Bank, eingeschaltet. Es schrieb meine Mandantin an - ohne Beifügung einer Vollmacht, dafür aber unter Aufbau von massivem Druck. Meine Mandantin wandte sich daraufhin an ihrem damaligen Wohnort an eine Schuldnerberatung, die versuchte, mit der Deutschen Bank eine Ratenzahlungsvereinbarung auszuhandeln. Dies scheiterte insbesondere daran, dass das Inkassounternehmen nicht willens oder in der Lage war, zu begreifen, dass es um zwei Kredite geht und eine Vereinbarung natürlich nur Sinn macht, wenn sie beide Forderungen umfasst.

Schließlich wurde für beide Forderungen das Mahnverfahren - im Abstand von ca. 6 Monaten - eingeleitet. Meine Mandantin legte auf Anraten der Schuldnerberatung Widerspruch ein und versuchte mit deren Hilfe nochmals eine gütliche Einigung - wieder vergebens....

Nach einem Umzug wandte sich die Mandantin schließlich hilfesuchend an mich. Mir standen zwar keine anderen Argumente zur Verfügung als der Schuldnerberatung - aber ich habe mich direkt an die Deutsche Bank gewendet (schließlich lag ja keine Vollmacht der Inkassogesellschaft vor) und siehe da: innerhalb von zwei Wochen hatte ich eine Vollmacht der Konsul Inkasso GmbH vorliegen und die von mir vorgeschlagene Rückführungsvereinbarung !

DAS wäre auch für alle Beteiligten einfacher zu haben gewesen..........

Kommentare:

  1. Jede Geschichte hat auch 2 Seiten. Sie als Anwältin stellen sich ja nicht wirklich in ein gutes Licht. Sie verdienen doch lediglich nur an dem Schuldner und stellen diesem Ihre Dienste in Rechnung und geben offen zu, dass Sie selbst keine anderen Argumente haben -> Armutszeugnis! Was haben Sie in dieser Angelegenheit denn nun effektiv für den Schuldner erreicht? Außer dafür noch Geld einzustecken?
    Naja und an einer Vollmacht scheitern Verhandlungen ja auch nicht wirklich. Widerspruch einzulegen und es auf ein streitiges Verfahren ankommen zu lassen ist auch nicht wirklich förderlich für Ihre Mandantschaft, zumal diese die Kosten trägt. Somit haben hier Schuldnerberatung und RAin keine Arbeit im Sinne des Schuldners geleistet, sondern lediglich den Schuldner überflüssig falsch beraten.
    Aber was will man von Anwälten erwarten. Ihr kennt ja nicht mal Euer Gebührenrecht, versteht die Zwangsvollstreckung kaum und sitzt auf ziemlich hohem Ross.

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  2. .... ich habe genau das für die Mandantin erreicht, worum sie mich gebeten hatte: eine Rückführungsvereinbarung, die sie einhalten kann ! Wenn ich das nicht erreicht hätte, wäre sie jetzt in der Privatinsolvenz.

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    1. das hätte die schuldnerin auch allein hinbekommen. ohne, dass sie sich finanziell noch daran beteiligen.

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  3. Und die Geschichte geht weiter....trotz Schuldnerberatung, RAin, Notar, punktliche Zahlung und Einhaltung der Vereinbarung! Nun Teil der Forderung wurde v. Bank (Konsul Inkasso?) an weitere Inkasso abgetreten....Ich bin weiterhin auf der Suche nach Antworten auf Fragen wie welche Zahlung nun an wen, warum,....Konsul sagt "ist nicht mehr zuständig"; Deutsche Bank sagt "Kein Konto, keine Gespräch", neue Inkasso will zuerst Infos....Nun bin ich soweit, wo ich langsam keine Scheu an Veröffentlichung meiner Schuldengeschichte! spüre....

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    1. Neues Inkasso könnte Lindorff sein. habe einen ähnlichen Fall von einem Bekannten. Kredit deutsche Bank, dann kosul-inkasso und jetzt hat sich Lindorff diese sachen gekauft.....

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  4. Liebe Frau M.,

    bitte melden Sie sich noch einmal bei mir - gestern haben Sie mich zu einen unglücklichen Zeitpunkt erwischt.

    Grüße aus HH

    A. Uelhoff

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