Freitag, 25. Mai 2012

Es geht wohl doch auch anders......

Oft landen auf meinem Schreibtisch Fälle, die mir die Haare zu Berge stehen lassen, weil sog. "Berater" (von Banken, Strukturvertrieben oder auch "freie" ) meinen Mandanten Kapitalanlagen empfohlen bzw. verkauft haben, bei denen sich der Eindruck aufdrängt, dass dabei die Interessen des Mandanten vollkommen missachtet wurden.

Gestern Mittag traf ich im Rahmen einer Veranstaltung auf eine Beraterin, mit der ich ins Gespräch kam. Sie bietet zusammen mit Kolleginen seit über 20 Jahren Beratung bei Geldanlagen, Vermögensaufbau  und Versicherungen an. Eigentlich also eine "natürliche Feindin" einer Rechtsanwältin, die vorwiegend geschädigte Kapitalanleger vertritt.

Aber es wurde ein interessantes, durchaus intensives Gespräch. Ein Teil ist mir in besonderer Erinnerung geblieben - dabei ging es um "Wertschätzung". Nicht nur die Wertschätzung des Beraters gegenüber dem Kunden und dessen Interessen, sondern auch darum, dass auch der beste Berater den zukünftigen Wert einer Geldanlage immer nur "schätzen" kann und dass zur Wertschätzung eben auch gehöre, dies dem Kunden / Anleger deutlich zu machen. Wir waren uns sofort einig, dass es daran in der Praxis der Beratung leider sehr oft fehlt, vor allem bei den Banken, den Großvertrieben und den "Feierabend-Beratern" - diese schätzen nur eins wert: ihre Provision .....

Nach diesem Gespräch habe ich aber Hoffnung, dass es wohl tatsächlich auch anders geht ! Natürlich kann ich nicht überprüfen, ob meine Gesprächspartnerin ihren Grundsätzen bei der Beratung auch tatsächlich treu bleibt.Ich hatte noch keine Mandanten, die Ansprüche gegen sie geltend gemacht haben, allerdings berät sie auf Honorarbasis ......

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