Heute vor einem Amtsgericht im hohen Norden: die Gegenseite verlangt von meiner Mandantin die Zahlung einer Rechnung - aufgrund eines (angeblich) bestehenden, schriftlichen Vertrages nebst umfangreichen AGB und eines (angeblichen) ebenfalls schriftlich vorliegendem Anerkenntnis.
Nur: den schriftlichen Vertrag kann die Klägerin nicht vorlegen, sie hat auch keinen Nachweis, dass die AGB wirksam einbezogen sind. Die Behauptung, es seien aufgrund des Vertrages bereits Zahlungen geleistet worden, ist ebenfalls nicht belegbar, da die Klägerin zwar ein Konto bei der Postbank benennt, aber meine Mandantin gar kein Konto dort unterhält. Die Klägerin kann das Gegenteil auch nicht beweisen, sie weiss nicht, wer Kontoinhaber ist, nur, dass von diesem Konto Zahlungen geleistet wurden.
Das Anerkenntnis wird zwar vorgelegt, doch ist schon auf den ersten Blick erkennbar, dass darunter nicht die Unterschrift meiner Mandantin zu sehen ist: als Vorname ist XYZ zu erkennen, meine Mandantin heißt aber ABCDEFGHIJKLMN. Ein Vergleich mit der Unterschrift meiner Mandantin auf der Prozessvollmacht schafft dann letzte Gewissheit.
Der Richter fragt ziemlich genervt, ob die Klage zurückgenommen werden soll (wird sie nicht), die Mandantin bedankt sich überschwänglich bei mir und obiger Spruch aus der Fußballerwelt hat sich wieder bewahrheitet. Heute war der Gegner sehr schwach, da war es einfach für mich, gut zu sein !!!
Mittwoch, 11. August 2010
Montag, 9. August 2010
Ordentliche Genugtuung....
...überfiel mich heute, als ein Vollstreckungsbescheid gegen einen Mandanten wegen nicht gezahlten Honorars rechtskräftig wurde.
Ich hatte lange überlegt, ob ich gegen den Mandanten gerichtlich vorgehen sollte, aber er hatte mich so lange und dreist angelogen und hingehalten, dass ich ihn nicht "so einfach" davon kommen lassen wollte. Jetzt überlege ich ernsthaft, ob ich einen Vollstreckungsversuch unternehme. Wenn dabei nichts heraus kommt, könnte man noch Insolvenzantrag stellen........
Ich hatte lange überlegt, ob ich gegen den Mandanten gerichtlich vorgehen sollte, aber er hatte mich so lange und dreist angelogen und hingehalten, dass ich ihn nicht "so einfach" davon kommen lassen wollte. Jetzt überlege ich ernsthaft, ob ich einen Vollstreckungsversuch unternehme. Wenn dabei nichts heraus kommt, könnte man noch Insolvenzantrag stellen........
Dienstag, 13. Juli 2010
Wunder sind möglich.....
Heute morgen erhielt ich per E-Mail eine Anfrage: ob ich gegen eine Bank vorgehen könne. Diese habe eine grob fahrlässige Auskunft erteilt und deshalb wolle man jetzt Schadensersatz. Das Geld brauche man aber sofort, weil man davon spätestens Ende der Woche Finanzamt und AOK bezahlen müsse.
Abgesehen davon, dass ich mit den in der Mail gemachten Angaben den Sachverhalt nicht annähernd beurteilen kann, fällt mir dazu der Spruch eines Kollegen ein: "Mit Eilanfragen ist es wie mit dem Schlüsseldienst am frühen Sonntagmorgen oder dem Fernsehernotdienst 5 Minuten vor dem WM-Spiel: Wunder sind möglich, kosten aber entsprechend!"
Fürchte nur, dass das der Anfragende nicht lustig findet.........
Abgesehen davon, dass ich mit den in der Mail gemachten Angaben den Sachverhalt nicht annähernd beurteilen kann, fällt mir dazu der Spruch eines Kollegen ein: "Mit Eilanfragen ist es wie mit dem Schlüsseldienst am frühen Sonntagmorgen oder dem Fernsehernotdienst 5 Minuten vor dem WM-Spiel: Wunder sind möglich, kosten aber entsprechend!"
Fürchte nur, dass das der Anfragende nicht lustig findet.........
Montag, 12. Juli 2010
Gerechtigkeitsgefühl
Sommerferien in Hamburg, der Hort geschlossen - da musste heute unser Junior ( bald 10 Jahre ) mit ins Büro. Obwohl mit diversen elektronischen Spielgeräten ausgerüstet, bekam er ein Telefonat mit. Der Mandant, mit dem ich sprach, ist auf einen Anlagebetrüger herein gefallen, die gesamte Altersvorsorge ist verloren. Zwar habe ich mit diesem Mandanten ein Zeithonorar vereinbart, doch ich tue in diesem Mandat etwas, das ich sonst strikt ablehne: bis auf einige sehr wenige bereits berechnete Anfangsstunden rechne ich die Zeit nicht mehr ab. (EIN "Sozialmandat" leistet sich wohl jeder Kollege und jede Kollegin). Unser Junior hörte aus dem Telefonat heraus, dass ich von dem Mandanten kein Geld erhalten will. Da ich ihm häufig erzähle, dass ich auch deshalb arbeite, um Geld zu verdienen, fragte er nach dem Ende des Telefonats, warum ich denn kein Geld haben wolle. Als ich ihm die Zusammenhänge erklärt und ihm berichtet hatte, dass ich dem Mandanten helfen "müsse", nahm er mich in den Arm und sagte: "Mama, das ist o.k., wenn Du heute kein Geld verdienst. Ich kann ja nächsten Monat auf meine 10 Euro Taschengeld verzichten. Aber wenn der fiese Betrüger aus dem Gefängnis kommt, muss er mir die 10 Euro nachbezahlen, zur Strafe !"
Na - das nenne ich doch ´mal gerecht !!!!
Na - das nenne ich doch ´mal gerecht !!!!
Freitag, 9. Juli 2010
Streitlust und steigende Temperaturen
Seit einigen Tagen komme ich nicht umhin, mich zu fragen, ob die Streitlust parallel zu den Temperaturen steigt.
Den Mandatsanfragen nach zu schließen: ja. Dabei ist es aber nicht so, dass es nur um Kleinigkeiten oder um Querulanten geht - auffällig ist aber, dass es nahezu alles Dinge sind, die schon seit einiger Zeit schwelen und JETZT SOFORT geklärt werden müssen.....
Da heißt es für mich: kühlen Kopf bewahren.......
Den Mandatsanfragen nach zu schließen: ja. Dabei ist es aber nicht so, dass es nur um Kleinigkeiten oder um Querulanten geht - auffällig ist aber, dass es nahezu alles Dinge sind, die schon seit einiger Zeit schwelen und JETZT SOFORT geklärt werden müssen.....
Da heißt es für mich: kühlen Kopf bewahren.......
Montag, 5. Juli 2010
Abenteuer Zwangsvollstreckung
Heute erreichte mich eine Mitteilung des Gerichtsvollziehers, dass Gläubiger Gierig eine Forderung des Schuldners Schlurig, die dieser gegen mich habe, pfände. Leider ist es umgekehrt - was ich pronto in der Drittschuldnererklärung kund getan habe.....
Freitag, 2. Juli 2010
Das muss heute ´mal sein.....
...auch wenn es mit der Juristerei so gaaaar nichts zu tun hat - ein paar geniale Fußballer-Sprüche:
Wir dürfen jetzt nur nicht den Sand in den Kopf stecken.
(Lothar Matthaus)
Ich habe ihn ausgewechselt, weil ich einen anderen Spieler einwechseln wollte. Da mußte ich einen auswechseln.
(Ewald Lienen)
Es ist ein Sehnenabriß am Schambeinknochen. Hört sich lustig an, ist aber trotzdem beim Fußball passiert.
(Thomas Strunz)
Wir wollten in Bremen kein Gegentor kassieren. Das hat auch bis zum Gegentor ganz gut geklappt.
(Thomas Haessler)
Wenn der Ball am Torwart vorbei geht, ist es meist ein Tor.
(Mario Basler)
Franz Beckenbauer nach der Niederlage gegen 1860 München:
Wir hab'n zwar nicht gewonnen, aber wir hab'n auch nicht verloren.
Wenn wir Deutschen tanzen, und nebenan tanzen Brasilianer, dann sieht das bei uns eben aus wie bei Kühlschränken.
(Berti Vogts)
Der Grund war nicht die Ursache, sondern der Auslöser.
(Franz Beckenbauer)
In einem Jahr hab ich mal 15 Monate durchgespielt.
(Franz Beckenbauer)
Friedel Rausch (kurz bevor er mit dem Club absteigen musste):
Der Abstieg trifft sicher eine Mannschaft, die noch gar nicht damit rechnet.
Friedel Rausch:
Ich will jetzt nicht noch zusätzlich Feuer ins Öl gießen.
Der Ball ist rund. Wäre er eckig, wäre er ja ein Würfel.
(Gyula Lorant)
Wir müssen jetzt mit dem Boden auf den Füßen bleiben.
(Jürgen Röber)
Lorenz-Günther Köstner (über seine unglücklich agierenden Spieler):
Die holen sich einen Popel aus der Nase und brechen sich noch den Finger dabei.
Der Basler spielt wie eine Parkuhr. Er steht rum und die Bayern stopfen Geld rein.
(Max Merkel)
Werner Lorant (über sein Buch "Eine beinharte Story"):
Vieles was darin geschrieben wurde, ist auch wahr.
Wir dürfen jetzt nur nicht den Sand in den Kopf stecken.
(Lothar Matthaus)
Ich habe ihn ausgewechselt, weil ich einen anderen Spieler einwechseln wollte. Da mußte ich einen auswechseln.
(Ewald Lienen)
Es ist ein Sehnenabriß am Schambeinknochen. Hört sich lustig an, ist aber trotzdem beim Fußball passiert.
(Thomas Strunz)
Wir wollten in Bremen kein Gegentor kassieren. Das hat auch bis zum Gegentor ganz gut geklappt.
(Thomas Haessler)
Wenn der Ball am Torwart vorbei geht, ist es meist ein Tor.
(Mario Basler)
Franz Beckenbauer nach der Niederlage gegen 1860 München:
Wir hab'n zwar nicht gewonnen, aber wir hab'n auch nicht verloren.
Wenn wir Deutschen tanzen, und nebenan tanzen Brasilianer, dann sieht das bei uns eben aus wie bei Kühlschränken.
(Berti Vogts)
Der Grund war nicht die Ursache, sondern der Auslöser.
(Franz Beckenbauer)
In einem Jahr hab ich mal 15 Monate durchgespielt.
(Franz Beckenbauer)
Friedel Rausch (kurz bevor er mit dem Club absteigen musste):
Der Abstieg trifft sicher eine Mannschaft, die noch gar nicht damit rechnet.
Friedel Rausch:
Ich will jetzt nicht noch zusätzlich Feuer ins Öl gießen.
Der Ball ist rund. Wäre er eckig, wäre er ja ein Würfel.
(Gyula Lorant)
Wir müssen jetzt mit dem Boden auf den Füßen bleiben.
(Jürgen Röber)
Lorenz-Günther Köstner (über seine unglücklich agierenden Spieler):
Die holen sich einen Popel aus der Nase und brechen sich noch den Finger dabei.
Der Basler spielt wie eine Parkuhr. Er steht rum und die Bayern stopfen Geld rein.
(Max Merkel)
Werner Lorant (über sein Buch "Eine beinharte Story"):
Vieles was darin geschrieben wurde, ist auch wahr.
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